Gunter Hampel
Leben und Werk eines legendären Bandleaders, Komponisten und
Multiinstrumentalisten
im „Jazzclub im Stellwerk“ und Kunstverein Bahnhof Harburg e. V.
10.-30. Mai 2006 (mit Vernissage- & Finissage-Livekonzerten)
Der „Jazzclub im Stellwerk“ und der „Kunstverein Bahnhof Harburg e.V.“ präsentieren in einer einzigartigen Veranstaltung Leben und Werk des legendären Jazzmusikers.
Am Mittwoch, den 10. Mai 2006, findet im Stellwerk ein Konzert mit Gunter Hampels Formation „GUNTER HAMPELS MUSIC + DANCE COMPANY“ (GUNTER HAMPEL vibraphone, bassclarinet, flute), (JOHANNES SCHLEIERMACHER tenor & alt sax), (BERND OEZSEVIM, dr) (PRINCE ALEGS, dance), (HICHEM, dance) statt und zeitgleich werden ein Teil seiner Bilder und Videoanimationen zu sehen sein. In das Leben und Werk des Jazzgiganten führt Prof. Bernd Konrad ein, ehemaliger Präsident und Ehrenmitglied der „Deutschen Jazzföderation“.
Beginn: Einlass: 18:00 Uhr; Ansprache von Prof. Bernd Konrad: 19:00 Uhr; Konzert: 20:00 Uhr;
Bis zur Finissage am Dienstag, den 30. Mai 2006, sind die Bilder im Ausstellungssaal des Kunstvereines Bahnhof Harburg zu sehen. Die Finissage selbst findet im Kunstverein Bahnhof Harburg e.V. statt, das abschließende Live - Konzert im Stellwerk.
Beginn: Einlass: 18:00 Uhr; Abschlusskonzert: 20:00 Uhr
Eintritt jeweils: 12,- € /erm. 10,- €
„Ich mache keine Musik, ich BIN Musik. Ich lerne jeden Tag. Der Prozess des Machens ist das Zusammenwirken von den beteiligten Musikern – als Musiker, als Mensch, als Wesen, als Seele in diesem Körper. Meine Musik sind meine Erfahrungen, mein Wille, meine Kompositionen, Arrangements, meine Erfindungen- eben alles was mich ausmacht! Charakter, Persönlichkeit, meine Freude, mein Leid, meine Gedanken, mein Spaß am Erleben…“
Gunter Hampel gehört zu den kreativsten und innovativsten Jazzmusikern in Deutschland. Der aus Göttingen stammende Multiinstrumentalist hat das geschafft, was nur den Wenigsten deutschen Jazzmusikern gelungen ist: Er ist anerkannt, geschätzt und berühmt in der ganzen Welt und vor allem in Amerika. Mit seiner ersten, 1965 aufgenommenen Platte „Heartplants“ bringt er das Gedankengut des Free- Jazz aus den Staaten nach Europa und versucht mit seiner Band eine neue Identität des Jazz zu schaffen. Die Bekanntschaft mit dem Amerikaner Marion Brown ist für seine Musik wegweisend: „Die Begegnung mit Marion Brown, einem der stärksten Vertreter der afroamerikanischen Musikwelt, hat mich mein Universum finden lassen.“ Seit er 1969 nach New York umsiedelte, entwickelt er einen Einfluss auf das gesamte Jazzgeschehen. Mit seiner „Galaxie Dream Band“ erobert er die Herzen der Jazzfreunde und vertieft seinen Schaffensstil. Seine Kompositionen sind stets so gestaltet, dass jeder, der sie spielt, dazu gezwungen wird, selbst ein Komponist zu sein, zusätzlich zu der Rolle des Improvisators, um sie als Komposition am Leben zu halten. Dadurch wirkt seine Musik leichter und viel filigraner als die meisten Free- Jazz- Kompositionen.
Hampel ist allen Strömungen der Musik gegenüber aufgeschlossen und in zahlreichen Projekten, Solo, Duo-Trio Konzert, Quartett, Quintett bis hoch zur zwanzigköpfigen Orchester oder Big – Band- Formation engagiert.
Seit 1995 arbeitet Gunter Hampel hauptsächlich mit blutjungen Künstlern zusammen. Hieraus sind Projekte wie die „Jazzkantine“, das „Gunter Hampel Jazz Quintett“ und „Next Generation“ entstanden. Er schafft Symbiosen zu Hip - Hop und Breakdance, einer Jugendkultur, die sich stark über Freestyle ausdrückt. Aus dem Jazz kennen wir das aus den Jam - Sessions. Der Jazz ist sozusagen die Urmutter. In diesen Projekten behält er den Freiraum für Freestyle, also seine Art zu improvisieren. Dazu kommen Animationen, in denen er das Publikum mit einbezieht. So lernen die Jungen von ihm, wie man eine groovende, ehrliche und freie Musik aufbauen kann und gleichzeitig lernt er von ihnen „die heutige Zeit zu verstehen“.
Zusammen mit seinem Sohn Ruomi als Rapper und Tänzer - sowie drei weiteren Rappern und zwei Breakdancern hat er auf den Leipziger Jazztagen mit seiner Band „Next Generation“ für die Sensation in der deutschen Jazzszene gesorgt. Damit erreicht er besonders auch die Jugend und bringt so Jung und Alt zusammen.
Dass er sich auch als Maler Renommee verschafft hat, ist vielen nicht bekannt.