Die jazzwerkruhr-Förderung 2005 geht an drei Projekte aus dem Bereich Jazz und Aktuelle Musik.

Das Kuratorium des jazzwerkruhr 2005 hat sich für die Förderung des Quintetts Le Diffus der Essener Saxophonistin Natalie Hausmann, der Formation ohne 4 gespielt 3 des Klarinettisten Sven Decker und der deutsch-polnischen Koproduktion Diswojdas Orkiestra ausgesprochen. Diese Entscheidung ist mit der hohen musikalischen Qualität und Eigenständigkeit sowie der Perspektive auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung des künstlerischen Potentials begründet.

jazzwerkruhr wird die ausgewählten MusikerInnen organisatorisch und finanziell unterstützen. Alle drei Projekte werden ihre Arbeit auf CD dokumentieren und ihr aktuelles Programm in den jazzwerkruhr Konzerten im November in Bochum (12.11., Musisches Zentrum der Ruhr Universität) und im Dezember in Dortmund (09.12., domicil) und Essen (10.12, Katakomben Theater) der Öffentlichkeit präsentieren. Mit dem Verein Bochum Wittener Jazz e. V. (B.itte Jazz e. V.) hat sich eine weitere Jazzinitiative dem jazzwerkruhr angeschlossen. Damit werden die jazzwerkruhr-Projekte erstmals auch in Bochum live zu erleben sein.

 

Le Diffus

Natalie Hausmann _Tenorsaxophon, Komposition // Lars Kuklinski _Trompete // Roman Babic _Piano, Fender Rhodes // Michael Kehraus _Bass // Simon Camatta _Schlagzeug

 

Le Diffus heißt die Band der Essener Folkwang-Absolventin Natalie Hausmann. Mit diesem Namen umschreibt die junge Bandleaderin und Komponistin die Mischung aus lyrischen Themen, freier Improvisation, folkloristischen Elementen, Swing und Rockgrooves. Dabei hat der Sound nichts diffuses an sich, sondern besticht durch eine außergewöhnliche musikalische Eigenständigkeit.

 

Diswojdas Orkiestra

Disguise Katrin Mickiewicz _Leitung, Komposition/Arrangement, Viola, Stimme // Miriam Frank  _Sopran-, Altsaxophon, Querflöte // Kasia Fortnik _Stimme // Alexander Morsey _Kontrabass, Tuba
Swoja Droga Weronika Gozdew-Kolacinska _Stimme // Maciej Kierzkowski _Gitarre, traditionelle Trommeln // Jakub Borysiak _Klarinette, traditionelle Flöten // Robert Lipka _Akkordeon // Sebastian Frankiewicz _Schlagzeug
DASKwartett Donja Djember _Violoncello // Antje Vetter _Violine // Sabine Rau _Violine // Katrin Mickiewicz _Viola

Die Idee zu diesem spannenden Projekt entstand im Sommer 2003 in Norwegen. Auf dem Internationalen Folk Festival Forde lernt das Ensemble Disguise um Katrin Mickiewicz die polnische Band Swoja Droga kennen. Im Frühjahr 2004 spielen sie gemeinsame Konzerte in Warschau. Mit dem DASKwartett haben sie nun das große Projekt Diswojdas Orkiestra ins Leben gerufen. Eine ungewöhnliche Mischung zwischen Jazz, Neuer Musik, polnischer und bulgarischer Folklore, freier Improvisation, mehrstimmigen Gesang, traditionellen Instrumenten und Streichquartett.

www.disguise.de, www.swojadroga.art.pl, www.daskwartett.de

 

ohne 4 gespielt drei

Bernd Oezsevim _Schlagwerk // Sven Decker _Klarinette, Bassklarinette, Alt-, Tenorsaxophon // Katrin Scherer _Alt-, Baritonsaxophon, Bassklarinette, Elektronik

Zweimal Gebläse und einmal Schlagwerk. Ohne Harmonieinstrument erschaffen die drei Wahlessener ganz eigene Klangcollagen. Für diese ungewöhnliche Besetzung erfinden sie  originelle Arrangements und schöpfen eine große Palette von Klangfarben aus. Ein bizarres Spiel zwischen Dissonanz und Konsonanz.

www.sven-decker.de, www.katrinscherer.de

 

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